Power Solution

Diese Technologie kommt bei sehr lichtstarken Anwendungen zum Einsatz. Damit können wir das Risiko von Verbrennungen der Glasfaser minimieren. Denn wenn der Stecker verschmutzt ist, absorbieren die Schmutzpartikel Licht und wandeln es in Wärme um, was zum Aufschmelzen der Fasern führen kann. Seit mehr als zehn Jahren nutzen wir gespleißte GRIN-Linsen (Gra­dientenindex-Linsen) zur Aufweitung der optischen Strahlen, um die Leistungsdichte an der Lichtaustrittsfläche zu reduzieren.

Je nach Anwendungsgebiet setzen wir für Power-Solution-Verbindungen verschiedene Strahlaufweitungsmethoden ein:

Hohe Leistungen innerhalb des Faseroptischen Netztes

Durch den geringen MFD eines LWL (Lichtwellenleiters) von oft nur wenigen Mikrometern erzeugt die Übertragung von optischen Signalen eine erheblich hohe Intensität an der Faserfacette eines optischen Steckers.

Bei der Handhabung des Steckers können sich Partikel, die beispielsweise aus der Umgebungsluft stammen, direkt an der Faserfacette niederschlagen. Selbst beim physikalischen Kontakt der Ferrulen werden sie durch Kapillareffekte in Richtung Faserfacette verschleppt. Durch die hohe Intensität an der Faserfacette können sich diese Partikel spontan entzünden und zu einer Beschädigung der Faser führen. Im ungünstigsten Fall wäre sogar ein Totalausfall des Systems die Folge.

Der Partikeleintrag kann selbst mit erheblichem Reinigungsaufwand oder der Verwendung von bestimmten Materialien zwar reduziert aber nie ganz ausgeschlossen werden. Deshalb bevorzugen wir eine Lösung, bei der sich das Risiko eines Totalausfalls extrem stark verringern lässt.

Wie wir das machen?

Mit unserer Power Solution-Technologie, bei der wir den MFD durch eine geeignete Vorsatzoptik vergrößern. Die Vorsatzoptik besteht aus einer angespleißten GRIN-Linse, die präzise auf die Wellenlänge des Lichtwellenleiters abgestimmt ist. Durch die aktive Ausrichtung des Strahlbündels und die hochwertige Politur der Faserfacette wird die Einfügedämpfung auf ein Minimum reduziert.

Alle gängigen SM- und PM-Fasern des gesamten optischen Spektrums können durch die Power Solution-Technologie zur Leistungsübertragung verwendet werden.

PS kollimiert (Kontakt)

DIAMOND nutzt seit mehr als zehn Jahren gespleisste GRIN (Gradientenindex) Linsen zur Aufweitung optischer Strahlen, da dieses Verfahren einen verbesserten Wirkungsgrad bietet. Eine GRIN Linse wird auf das Ende einer SM Faser gespleisst. Für eine Kollimation des SM Strahls wird die Längsseite poliert. Zwei derartige Stecker erzielen zusammengefügt eine extrem niedrige Einfügedämpfung (IL).

PM-PS Collimated Polaritation Maintaining (Kontakt)

Polarisation spielt eine wichtige Rolle im Umfeld der industriellen Photonic und im zusammenhang mit mittlerer bis hoher Laserleistung, entsteht ein Markt mit hohen Ansprüchen. Sensoren und Kommunikationssysteme sind ausgelegt für die Benutzung von Polariztion Maintaining oder Polarizing Fibers. Für solche Anwendungen sind spezielle Stecker notwendig, weil die optische Verbindung eine bestimmte Orientierung haben muss. Nur Stecker mit einem Orientationsschlüssel sind dazu geeignet die Faser richtig abzuschliessen.

PSm Power Solution Multimode (Kontakt)

Für Large-MM Stecker in high power Anwendungen wurden bis heute keine Standards definiert. Die Qualität des Kontaktes ist kritisch und optische Standardschnittstellen mit SM Fasern sind nicht ausreichend. Diamond hat eine neue optische Schnittstelle, die PSm entwickelt. Mit dieser wurde die technologie Palette erweitert, so dass dem Endbenutzer auch in diesem Bereich eine zuverlässige Steckerverbindung zur Verfühgung steht. Diese optische Schnittstelle verwendet eine 100% Konzentrizitätsmesskontrolle und eine optische Geometriemessungen. Eine spezielle visuelle Inspektion komplettiert die optische Schnittstellendefinition.

PSf Freistrahl (Diverging)

Ein Glasstab kann am Ende einer SM Faser aufgespleisst werden. Dadurch ist eine Strahlaufweitung möglich, noch bevor der Strahl aus dem Glas austritt. Dies verringert die Leistungsdichte am Glas-Luft-Übergang. Diese Technik kommt in sehr lichtstarken Anwendungen am Einspeisepunkt oder Ausgang zum Einsatz, um das Risiko von Verbrennungen am Übergang zu reduzieren.

PSb Kugellinse (Expanded Beam)

Hinter einer Kugellinse, die in ein Gehäuse eingeklebt ist, befindet sich eine Ferrule. Entsprechend der Konzentrizität tritt der aufgeweitete Strahl in einem Winkel aus der Linse aus. Mithilfe der aktiven Kernausrichtung (ACA) reduziert DIAMOND diesen Schielwinkel.

PSl Linsed (Focused)

Diamond bietet kunden spezifische Lösungen mit fokussiertem Strahl an. Dank der erprobten DIAMOND PS Technologie können fokussierte Freistrahl-Stecker auf Anfrage hergestellt werden. Diese Technologie wird vor allem für Messungen (Interferometrie) und Sensorik gebraucht.

PSi Free Standing

Das epoxidharzfreie Faserende erlaubt eine gute Wärmeableitung im Bereich maximaler Leistungsdichte. Ein proprietärer Modenabstreifer (Mode-Stripper) lässt sich für eine Beschränkung der Laserlichtleistung auf den Faserkern integrieren. Die Menge der aus dem Mantel abgestreiften Lichtleistung ist eine Funktion des Laserstrahl- Produktparameters (BPP) sowie des Empfangsfaserkerndurchmessers und der numerischen Apertur (NA).

PSc Kollimatorsysteme

Kollimatoren eignen sich für eine Vielzahl optischer Systeme. Diese Module kollimieren oder fokussieren Licht, das aus einer Glasfaser austritt, auf einen gewünschten Strahldurchmesser oder eine gewünschte Spotgrösse in einer festgelegten Entfernung. Kollimatoren kommen zusammen mit Laserdioden, Fotodioden, akusto-optischen Modulatoren und anderen LWL-Geräten, die eine spezifische Lichtabgabe erfordern, zum Einsatz.