DIAMOND definiert die 0,1-dB-Klasse neu!

Bei LWL-Steckern setzt DIAMOND immer wieder neue Maßstäbe – das ist Ihnen sicher nicht neu. Doch jetzt geschieht dies im wörtlichsten aller Sinne: Anstatt der IL-Messung sind zukünftig die effektiven Messwerte für die Konzentrizität und den Schielwinkel unser (qualitatives) Hauptkriterium für höchste optische Leistungen in der 0,1 dB-Klasse.

Von dieser Entscheidung profitieren Sie – durch mehr Sicherheit!

Die Performance der LWL-Stecker kann nur gewährleistet werden, wenn die folgenden Faktoren kontrolliert und während den relevanten Fertigungsstufen und der Montage überwacht werden:

  • Ferrulendurchmesser, -form Toleranz und Konzentrizität der Faserbohrung
  • Polierparameter und –ergebnisse
  • Stirnflächen-Begutachtung: Kratzer, Vertiefungen und Verunreinigungen
  • Einfügedämpfung, Rückflussdämpfung etc.

Das Ergebnis einer IL-Messung wird durch größere Messunsicherheiten (Referenzstecker, Fasertoleranzen (MFD), Messgerätunsicherheiten) stark beeinflusst. Aus diesem Grund kann die IL-Messung nicht als einziges Kriterium für die Definition der Leistungsklassen für optische Verbindungen herangezogen werden.

Somit ist der Messwert grundsätzlich von den verwendeten Komponenten Referenzstecker und Referenzkupplung abhängig, die aufgrund von Toleranzen ≠ 0 nicht ideal sind. Die Messungen der geometrischen Parameter sind im Gegensatz dazu eindeutig einem einzelnen Stecker als Charakteristikum zuzuordnen. Sobald der physikalische Kontakt zwischen den Fasern hergestellt ist, sind der Seiten- und Winkelversatz – auf die Dämpfung bezogen – die maßgeblichen Kenngrößen. Wenn die Grenzen dieser spezifischen Einflussgrößen eingehalten werden, können die Merkmale der verschiedenen Leistungsklassen garantiert werden.

Aus diesem Grunde haben wir die Etikettierung der 0,1-dB-Steckerklasse umgestellt: Auf dem Fähnchenetikett erscheinen zukünftig die effektiven Messwerte für die Konzentrizität und den Schielwinkel. Mit Einhaltung der Grenzwerte wird die Einhaltung der 0,1 dB-Klasse eindeutig gewährleistet.

Die normenrechtlichen und technischen Hintergründe möchten wir Ihnen nicht vorenthalten:

2005 hat IEC unter der Normenreihe 61755 das „fibre optic connectors optical interface“ publiziert. In diesem Dokument sind Leistungsklassen für Stecker mit SM-Fasern beschrieben. Die Definition dieser Leistungsklassen basiert vollständig auf den geometrischen Parametern der konfektionierten Stecker. Im Umkehrschluss können so die Leistungsklassen aus den Geometriewerten – insbesondere der Exzentrizität, des Schielwinkels und der Ferrulenstirnflächenqualität – abgeleitet werden.

Resultierende IL-Niveaukurven

In der Grafik sind resultierende IL-Niveaukurven abgebildet, z. B.:

  • Der rote Punkt auf dieser Grafik zeigt eine Steckverbindung mit 0,2 µm Kernversatz und von 0,4 Grad Winkelversatz.
  • Die Einfügedämpfung (IL) ist damit tiefer als 0,1 dB.

Nach diesen Prinzipien hat DIAMOND seit jeher LWL-Stecker entwickelt und produziert: Die Parameter Exzentrizität und Schielwinkel unserer Stecker werden so während des Konfektionierungsprozesses zu 100 % gemessen (Exzentrizität = ½ * Konzentrizität). Die 2-fache Exzentrizität (= Konzentrizität) ergibt den maximalen Abstand (Lateral offset) zwischen den Faserkernachsen der beiden gepaarten Steckern einer Verbindung. Durch die Einhaltung bzw. Unterschreitung der Toleranzen während der Fertigung – Faserexzentrizität < 0,125 µm (= 0,25 µm Konzentrizität) sowie Schielwinkel < 0,4° – kann so die Produktqualität IL = 0,1 dB uneingeschränkt garantiert werden.

Simulierte Resultate 0,1-dB-Klasse

Simulierte Resultate 0,1-dB-Klasse:

  • Der Vergleich mit effektiven Messwerten zeigt hier eindeutig Übereinstimmung.
  • 10.000 Stecker mit „0,1-dB-Klasse-Toleranzen“ wurden numerisch zusammengesteckt und die resultierenden Kernversätze und Winkelversätze berechnet, hier durch rote Punkten dargestellt (Monte-Carlo-Simulation)
  • Alle Punkte befinden sich unterhalb der 0,1-dB-Niveaukurve!